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Die alte Dame und die Puppen

Posted in journalistische abenteuer by fritz on 19. März 2011

Seit 25 Jahren betreibt Renate Herrmann eine Puppenklinik in Berlin-Tempelhof, die mittlerweile zu einem großen Archiv von Körperteilen aus Plastik geworden ist. Ihre Tochter hilft bei den Arbeiten an Puppen, Teddys und Figuren, von denen einige bis zu 80 Jahren alt sind und die Weltkriege überlebten – aber die Enkel von heute nicht.


Ans Gitter klammern

Wie schon ein paar mal erwähnt, würde ich gern ab diesem Oktober in Hannover Fotojournalismus studieren. Mein erster Besuch dieser Schule im Dezember letzten Jahres brachte viel Ernüchterung: Auch wenn ich schon ein Jahr in Tokyo als Fotograf gearbeitet hatte, so brachte mir das keine Pluspunkte. Die suchten eine besondere Form der Fotografie, das Geschichtenerzählen nur in Bildern, die ich vorher noch nie gemacht hatte. Die Bilder, die ich mache, bebildern meist einen Text, und so fotografiere ich sie dann auch. In Hannover verlangen sie aber für die Bewerbung Bilderserien, mit einem narrativen Faden. Das bedeutete, dass ich kein Foto aus meinem Archiv verwenden konnte, sondern komplett neue Bilder schießen musste. Es begann mit der Suche nach einem Thema.

Eine Geschichte als Text erzählen, das konnte ich. Diese Fähigkeit behinderte mich aber zunächst, da ich mich doch sehr stark an den Text klammerte, in dem ich abstrakte Zusammenhänge erklären konnte. Mit Fotos eine Geschichte zu erzählen ist sehr viel anders, und eher noch vergleichbar mit einem Film. Da ich auch schon Erfahrung im Drehen von Filmen hatte, kam mir das zugute. So versuchte ich einfach das Thema so umzusetzen, als würde ich einen Film mit dem Fotoapparat drehen.

Nun braucht es nur noch ein Thema. Ich suchte wirklich lange und hielt mich zu sehr mit einem Wunschthema auf: Das Krematorium in Berlin. Mich hat dort ein Blick hinter die Kulissen interessiert, seitdem ich vor einigen Jahren eine spannende Doku über das Haus gesehen habe. Mir war auch klar, dass das Thema grafisch gut umzusetzen wäre, mit vielen interessanten Motiven. Nach Wochen der Verhandlung willigte das Haus dann auch endlich ein, mich dort fotografieren zu lassen, ergänzte dann aber gleich im Nebensatz, dass mir pro Stunde(!), die ich im Haus fotografiere, 314€(!!) in Rechnung gestellt werden – ohne eine Rechtfertigung, wie sich die Kosten zusammensetzen oder ohne das in den Wochen vorher oder auf der Homepage auch nur mal ansatzweise zu erwähnen. Eine ziemliche Frechheit, die ich dann aber höflich ablehnte.

Handwerk eignet sich noch am Besten und einfachsten für eine Serie, denn es gibt eine feste Ausgangssituation, einen Prozess und ein Endprodukt, was man alles begleiten kann. Allerdings wollte ich auch etwas nehmen, was ich periphär noch spannend finde. Die Rubrik “gleich nebenan” vom rbb, in der sie ungewöhnliche oder einzigartige Geschäfte in Berlin besuchen, war da ein guter Fundus. Ich schrieb ca. 10 Adressen, die mich interessierten, an, zwei meldeten sich zurück, und eine davon war die Puppenklinik von Renate Herrmann.

Ich als Kerl hatte natürlich einen ganz anderen Zugang zu Puppen – nämlich garkeinen. Ich wusste aber, dass es viele Motive geben dürfte. Und diese Unbefangenheit ermöglichte mir auch, etwas freier auf das Ganze zu blicken.

Eine Reportage bzw. eine Serie in Bildern zu erzählen ist langwieriger, als nur mit Text. Während man beim Schreiben mit den richtigen Fragen zur interessanten Geschichte kommt, muss man bei Fotos eben auf das richtige Bild warten. Ein Prozess als Text kann einen Satz dauern, braucht man aber Bilder vom Anfang und vom Ende kann es Stunden bedeuten. Es braucht auch ein anderes Vertrauensverhältnis zu den Fotografierten, da Bilder immer noch etwas intimer und persönlicher als blinder Text sind. Ich wusste also, ich brauche viel Zeit. Zeit, nicht nur um auf das richtige Bild zu warten, sondern auch Zeit, damit sich die Fotografierten an mich gewöhnen.


Im alten Kinderwagen links warteten dann die heilen Puppen auf ihre Abholung

An insgesamt zwei Tagen war ich dann als stiller Beobachter im Geschäft. Nach einer Weile wurde ich wirklich nicht mehr wahrgenommen, auch wenn Frau Herrmann in den 25 Jahren des Geschäfts schon mehr als häufig von Journalisten besucht wurde.

Auch wenn sie gesundheitlich nicht mehr so gut bestellt war wie vor 25 Jahren, gab sie sich doch viel Mühe, um Eleganz und Haltung zu bewahren. Eine höfliche Dame, die zurückhaltend und doch sehr bestimmt war.

Sie machte den Laden jetzt mit ihrer Tochter, da die Fingerfertigkeit auf die Dauer die Knochen überlastet. Ihre Tochter hat Zahnarzthelferin gelernt, kann daher filigran arbeiten, macht aber derzeit viel mit Kosmetik.

Frau Herrmann hat eine hohe Meinung von den Fähigkeiten ihrer Tochter, die sie mir aber nur sagte, wenn ihre Tochter nicht im Raum war. Sobald sie wieder da war, wurde sie kritisch beäugt und ihre Arbeitsschritte gemustert. Mutter und Tochter eben.

Überall lagen Köpfe, Beine und andere Ersatzteile für Puppen aus den Jahrzehnten herum. Von den Regalen blickten sie mit leblosen Augen auf die Kunden.

Hinterm Haus im Schuppen lagen noch mehr abgetrennte Körperteile und kleine Mädchen in Plastik.


Ein Kaiserbaby – tatsächlich eine Puppe des Kinds vom Kaiser, über 90 Jahre alt. Ein hässliches Kind Puppenkörper.

Je mehr Kunden kamen und gingen und je mehr mir Frau Herrmann von den Puppen erzählte, desto mehr Einblick bekam ich in deren Geschichte. Die meisten Puppen aus der deutschen Vergangenheit stammten aus Thüringen – und wurden oft in Kinderarbeit gefertigt, da nur die kleinen Hände so fein arbeiten konnten. Kinder machen Kinderpuppen, ohne das es ihnen erlaubt war damit zu spielen. Ich habe versucht diesen abstrakten Aspekt hinter den Puppen in Bildern darzustellen, in dem ich sie etwas bedrückter und farbärmer einfing. Mit Text ist so etwas leicht zu erzählen, mit Bildern kann man etwas, das bereits geschehen ist, nicht mehr abbilden.

Für viele ist die Puppe auch ein Symbol für die heile Kindheit: Ist die Puppe okay, ist die Kindheit okay. Viele, die ihre Puppen in den Weltkriegen gerettet haben, während vielleicht Verwandte um sie herum verstarben, bringen ihre Puppen zu Frau Herrmann, damit sie die Kindheit wieder rettet.

In einer Schublade am Arbeitstisch verbargen sich die Glasaugen für leere Puppengesichter.

Das Problem bei solchen Details, und mein Problem in der Fotografie generell, ist, dass man sich in ihnen verlieren kann. In einer Geschichte, die in Bildern erzählt wird, sind 1-2 Bilder von Details ganz nett, aber sie an sich erzählen nichts. In der Puppenklinik entstanden so 500 Fotos, von denen waren 300 von Details. Klar bietet es sich auch an, aber es bringt keine Geschichte voran.

Die Puppenklinik habe ich vor und nach der Berlinale begleitet. An dieser Stelle einen schönen Dank an Martin, der Student in Hannover ist und mit mir bei der Berlinale im selben Programm war. Er hat mir viele Tipps zu Motiven und zur Auswahl gegeben.


Eine Puppe aus den 40ern, die Kundin aus den 30ern

Und dann war da noch:

Im Februar ist der Laden, der dort 25 Jahre lang war, umgezogen, ins Eigenheim von Frau Herrmann. Vieles war bei meinen Besuchen schon in Kisten verschwunden oder auf dem Weg dahin. An meinem zweiten Tag dort wurde der Arbeitstisch demontiert und weggetragen von der BSR. Vier gestandene Kerle kamen dann in die Puppenstube, argwöhnisch verfolgt von hunderten toten Augenpaaren. Neugierig fragten sie dann, wieviel so alte Puppen denn wert sind und ob, wenn sie bei einer Entrümpelung dann eine alte finden, sie dann ewig finanziell ausgesorgt hätten. Also erklärte die alte Dame den Herren die Welt der Puppen.

Frau Herrmann war übrigens auch schon in Japan und hat sich dort das Puppenhandwerk angeschaut. Zu ihren Schätzen gehören auch Puppen vom japanischen Kaiserpaar, die zuhause auf ihrer Fensterbank sitzen. Viele Kunden bringen Puppen, die nur noch sitzen. Einige personifizieren sie auch und haben dann die Puppen als einzigen Gefährten und Gesprächspartner. Die meisten aber gebrauchen sie für Kinder und Enkel.

Über die letzliche Auswahl der Bilder und, viel wichtiger, deren Reihenfolge habe ich dann lange nachgedacht und mich für 12 entschieden. Diese Serie bildet dann, neben zwei weiteren in meiner Mappe, das Kernstück, weil sie als Serie auch am Besten funktioniert. Die Mappe war auch der Grund, warum ich so wenig gebloggt habe in letzter Zeit, und nicht, weil ich so viele Aufträge habe – ich habe nämlich momentan alle Aufträge verloren. Aber mit der Mappe hab ich auf jeden Fall ein gutes Gefühl.

Berlinale bei nahe

Posted in foto für zwischendurch by fritz on 11. Februar 2011

Bei den 61. internationalen Filmfestspielen in Berlin, der Berlinale, war ich im Programm “Close Up!” von C/O Berlin als einer von 18 Fotografen dabei. Während der Berlinale habe ich hier jeden Tag ein Foto und Notiz hochgeladen und eine Art Berlinale-Tagebuch geführt.
Die Bilder von uns gab es auch jeden Tag auf der Website des Berliner Tagesspiegels, in allen Berliner U-Bahnen im Berliner Fenster und in der Galerie C/O Berlin als Projektion zu sehen. Am Ende, dem 20. Februar, gab es auch eine Ausstellung von allen Teilnehmern.

10. Februar – erster Tag (Premiere)

Da wir keine Akkreditierung für die Premiere hatten und ich mich nicht sinnlos ins Gedränge werfen wollte, war ich im kleinen, ehemaligen Prestige trächtigen Kino International unterwegs, welches leer wie immer war, aber trotzdem offizielles Berlinale-Kino ist.

11. Februar – zweiter Tag (erste mal auf dem roten Teppich)


Keine Karte bekommen?
Erster Abend auf dem roten Teppich, Regisseure und Schauspieler kamen in dicken BMWs vorgefahren, während die Auslöser im Sekundentakt klackten. Wie erwartet war meine Kamera die kleinste und meine Ausrüstung wenig tauglich. Im direkten, starken Wettbewerb mit den vielen anderen Fotografen wurde mir schnell klar, was ich kann und vorallem was ich (und meine Ausrüstung erst recht) nicht kann. Eine Besinnung auf die eigenen Talente und den individuellen Blick. Seit jeher war mein Blick das, was mir die Fotografie als Beruf ermöglicht hatte, niemals war es meine miserable Ausrüstung.
Auch wenn sie mich derzeit doch beschränkt.

12. Februar – dritter Tag


Dieter Kosslick, Chef der Berlinale

Die Motive werden weniger. Obiges Bild ist auch vom Vortag, wo mehr passierte als heute. Es wiederholt sich so langsam alles, Varianz ist selten und mit meinen zwei Objektiven auch nicht mehr vorzutäuschen. Menschen laufen über den roten Teppich, Menschen laufen ins Kino. Langsam neigen wir zum Motiv-Kannibalismus und die Fotografen fotografieren sich selbst. Bin unzufrieden mit der Selektion für den Tagesspiegel. Dort ist nicht unbedingt mein bestes Bild, welches so ein geringes Ranking diktiert.
Heut zum ersten Mal die Arbeit der anderen gesehen. Einiges ist Grütze, einiges ist sehr gut. Ich verneige mich vor denen, deren klarer Bildaufbau und besseres Verständnis vom Medium mir meine Grenzen aufzeigen. Nun heisst es über diese Grenzen zu gehen – kreative, räumliche und die, der eigenen Fähigkeiten.

13. Februar – vierter Tag


“Es wird immer öder”, sagte meine Kollegin, als ich zu ihr auf die andere Seite des roten Teppichs wechselte, um verzweifelt etwas Abwechslung in die ewig gleichen Motive zu bringen. Heute spielte eine Band gute Musik vor dem roten Teppich. Selbst die steifen Teppichwächter bewegten den Fuß im Takt. Viel mehr passierte dann nicht mehr, Menschen kamen mit dem Auto, Menschen gingen ins Kino.
Am Abend sah ich Harry Belafonte. Ein Foto konnte ich nicht machen, weil es keinen speziellen Bereich beim Friedrichstadtpalast für Fotografen gab und alles schon voll mit Fans und Hobbyfotografen war. Rein durfte ich auch nicht, weil meine Akkreditierung so gut wie unbedeutend ist. Um das zu bestätigen wurde extra noch mal nach oben telefoniert. Udo Lindenberg war auch da. Mega mäßig.

14. Februar – fünfter Tag


Ich bin es leid.
Der roter Teppich wird jeden Tag uninteressanter. Fast jede Perspektive, Geste oder Idee wurde auf diesem engen Raum schon erzählt – entweder von mir oder meinen Kollegen. Ich glaube morgen nehme ich mir ein Buch mit, damit wenigstens noch etwas Spannung aufkommt. Lange Diskussionen mit Programmleiterin, die noch nie als Fotojournalistin gearbeitet hatte, trotzdem meint mir lang und breit meinen Beruf zu erklären. Ich rege mich auf, weil leere Argumente ständig wiederholt werden. Meine Kollegen fragen mich warum ich mich so hineinsteigere, und nach einer warmen Mahlzeit im Bauch bekomme auch ich einen klareren Kopf. Es ist nun klar, dass für das Programm keine Fotojournalisten sondern Fotokünstler gesucht wurden – auch wenn etwas anderes in der Beschreibung stand und mich lockte. Ich habe sichtliche Probleme schwammige Vorgaben zu bedienen. Die Deadline wurde nun nach vorne verschoben, was noch mehr Druck aufbaut. Ich bin genervt und frustriert.
Ein herzliches Dankeschön geht an dieser Stelle an das hübsche Mädchen auf der 5. Empore des Berlinale Palastes, dessen Freundlichkeit mir wirklich meinen Tag gerettet hat.

15. Februar – sechster Tag


Heute war der beste Tag der gesamten Berlinale – für mich. Er war spannender und interessanter wie all die Tage zuvor zusammen. So abwechslungsreich und fordernd, wie ich mir das von Anfang an gewünscht hätte.
Neben den Fotos, die wir täglich für die Medienpartner (s.o.) produzieren, sollen wir auch unser eigenes künstlerisches Projekt angehen. Das einzige, was ich kann und auch das einzige, was ich machen wollte, war eine Reportage. Nach langem Hin und Her, viel Recherche und Anfragerei sagte ein Kino zu, zu dem die Berlinale an einen Tag einen Ausflug unternimmt. Dieser Tag war heute, und das Kino ein fast 100 Jahre altes Kiezkino am Rande von Berlin. Der Berlinale Beitrag war 4km lang und 22kg schwer. Ich begleitete den Vorführer beim Aufziehen des Films, den Chef beim Planen des Abends, das Personal beim Kiezleben und die Zuschauer beim Schauen. Als ich im Vorführraum stand, alles um mich herum surrte, sich drehte oder klackte, wurde mir klar, was dieses große Konstrukt Berlinale eigentlich ist:
Es geht um Filme.
Es geht nicht um die eingefrorenen Gesichter irgendwelcher bekannter Nasen auf dem roten Teppich in künstlichen Posen. Es geht nicht um die ewig gleichen Motive des selben Areals. Es geht um das, was dort um mich herum rotierte. Um das, was unten von den Menschen gesehen wurde. Die Berlinale besteht aus Kilometern an Filmrollen. Das habe ich heut entdeckt und begleitet. Mit (endlich!) guten Bildern in der Kamera und mit der Erinnerung an ein wunderbares Kino und sein Personal, fühle ich endlich eine gewisse Form der Zufriedenheit in dieser Berlinale.

16. Februar – siebter Tag


Niemand wusste, wer sie war, doch ein hübsches Gesicht reicht den Medien zum Gedränge und Geklicke.

Am Morgen war der erste Termin bei C/O-Berlin, Bildbesprechung meines Projekts. Keine 10min hat es gedauert und die Bilder waren abgesegnet. Es war rauszuhören, dass die Programmleiterin sichtlich überrascht war, dass ich das geliefert habe, was ich angekündigt hatte. Soviel war mir vorher schon klar, denn soviel Vertrauen kann ich mittlerweile schon in mein Handwerk legen. Das Selbstvertrauen wurde als Arroganz interpretiert und meine Einsprüche bei der Planung vorher mit konstanten Augenrollen erwidert.

Nach dem Gespräch hatte ich einen kleinen Auftrag als Kameramann, in einer Schule im Friedrichshain zu Jugend Forscht. In der Schule begrüßte mich die Rektorin überaschenderweise beim Vornamen. Es war meine alte Physiklehrerin. Sie hatte die Schule und Position gewechselt und war nun seit zwei Jahren Leiterin. Sichtlich zufrieden zeigte sie uns die Schule. Das verstand ich dann auch mehr, als Physik früher. In der Antarktis war sie übrigens auch und auch Träger einer Medaille der Bundesregierung für herausragende Leistungen. Als Physiklehrerin war sie durchaus streng und fordernd, aber abseits des Klassenraums habe ich sie als engagiert und hilfreiche Unterstützung im Gedächtnis.
Beim Dreh rief C/O Berlin wieder an. Ich solle doch mein Foto an die Morgenpost schicken, die hätten Bilder von uns angefragt. Ich habs bewusst ignoriert und wollte es auch ablehnen. Der Ausverkauf meiner selbst während des Programms ging schon weit genug, und dann sollte es auch noch an Springer gehen. Doch ich musste.
“Gut”, sag ich, “in zwei Stunden bin ich wieder am Rechner, dann kann ichs senden””. Ob das nicht schon vorher geht, sagt sie, weil wir ja anscheinend 24 Stunden lang für die Berlinale zur Verfügung stehen sollen. “Ja wie soll ich das denn jetzt machen?”, frage ich. Ja vielleicht, mit dem Chip in der Kamera oder so, sagt die andere Stimme in der Leitung, die wohl noch nie eine Kamera (mit oder ohne Chip), benutzt hat.
Nach dem Dreh gings gleich wieder zum roten Teppich, dann wieder in die Galerie zur Bildbesprechung, dann wieder fast ohne Unterbrechung zum Teppich, von dort an den Rechner für die Auswahl und Versendung, mit dem ich dann gegen 1 Uhr nachts fertig war.

Wir liefern Bilder für das Berliner Fenster (1.5 Mio Zuschauer), für den Tagesspiegel (Auflage ca. 130.000) und die Galerie C/O Berlin. Zusätzlich kam jetzt noch die Berliner Morgenpost (Auflage ca. 120.000) und Zeit Online hinzu. Alles für lau.
Alle betonen wie toll sie unsere Bilder finden und meinen doch damit auch nur, wie toll sie es finden, dass sie die Bilder gratis bekommen. Unser Name steht doch drunter, wird dann gesagt, und es ist eine tolle Referenz. Es ist nur eine tolle Referenz sich als kostenlosen Fotografen vorzustellen, sage ich.
Ich habe einen Vertrag unterschrieben und dem Ganzen zugestimmt, darüber will ich mich nicht beschweren. Aber das es solche Auswüchse annimmt, hätte ich nicht erwartet. Vielleicht wurde auch deswegen explizit nach Studenten gefragt. Nachdem ich nun endlich Preise für meine Arbeit etabliert habe, bin ich wieder einen Schritt zurück gegangen.

Heut entstand die Auswahl für die Ausstellung am Sonntag, die jetzt schon fertig sein musste. Meine Auswahl ist nicht ganz das was ich wollte. Egal, es ist Ruhe und die letzten Tage brechen an.

17. Februar – achter Tag


Wer braucht schon Tickets wenn man klein genug ist unter der Absperrung durchzukrabbeln?

Heute war was los. Eine japanische Produktion hatte Premiere und der Star, ein koreanischer Schauspieler, rief hunderte koreanische und japanische Fans an den Teppich – alle weiblich. Immer wenn ein Auto vor das Kino fuhr, ging ein Gekreische und Geschreie durch die Reihen. Auch im Pressebereich sammelten sich vornehmlich asiatische Vertreter. NHK, die japanische ARD, erkannte ich an dem alten Herrn im Anzug, der hinter seinen Kamerateam wachend stand. So habe ich zumindest die Arbeitsweise von NHK in Erinnerung: Ein hierarchisch höher gestellter Schlipsträger, der den Dreh überwacht, und ein Kameramann und ein Redakteur als Handlanger. Bei -1°C schwebte auch die weibliche Hauptdarstellerin über den Teppich, das Lächeln eingefroren und in rückenfreier Eleganz.

Den abendlichen Termin ließ ich aufgrund der Kälte ausfallen. Nun bleibt nur noch ein Termin auf dem Teppich morgen.

18. Februar – der letzte Tag


letzte Wache

Es ist vorbei.
Heute war der letzte Termin auf dem roten Teppich. Seufzend stimmten meine Kollegen und ich überein, wie dankbar wir sind, dass wir nicht mehr zum Teppich müssen. Einige haben heut nicht einmal mehr die Kamera rausgeholt. Alles war schon mal fotografiert worden in den vergangenen Tagen, und die albanischen Schauspieler, die dann noch über den Teppich durch die Kälte zitterten, konnte unseren Kameras keinen Klick mehr entlocken.
Nebenher klebten wir heute die Abzüge unserer Bilder für die Ausstellung auf Kartons auf. Ein Prozess, der sehr präzise ausgeführt werden muss, da beim kleinsten Fehler Blasen im Papier oder weisse Ränder entstehen. Es braucht nicht erwähnt zu werden, dass 95% aller Bilder heute kleine Fehler aufwiesen, die mit Schnittwerkzeug oder Nachdrucken korrigiert werden mussten.

Die unpräzisen Klebearbeiten fanden in einem Arbeitsraum von C/O Berlin statt. Draußen vor dem Fenster konnte ich die Straßenbahnhaltestelle sehen, an der ich während sieben Jahren Gymnasium fast jeden Morgen stand. Heute stand ich drinnen, in einem Haus, wo große Fotografen ausgestellt werden – und zeige meine Bilder. Eine kurze Distanz vom Fenster bis zur Haltestelle, aber doch ein weiter Weg.

19. Februar – freier Tag


Keine Berlinale heute. Ich mach heut bewusst mal gar nichts und denk über das Leben nach der Berlinale nach. Denn mit den wichtigen Sachen (Unibewerbung, Versicherung, Sicherung der finanziellen Zukunft) bin ich in den letzten zwei Wochen nicht vorangekommen.

Nach der Berlinale wird es hier noch mal eine Auswahl meiner favorisierten Bilder geben, da ich hier täglich meist nur das Bild hochlade, welches einer bestimmten Stimmung vom Tag entspricht.

Die Ausstellung ist morgen 15 Uhr in C/O Berlin, Eintritt ist frei

20. Februar – Tag der Ausstellung



Heute gab es wieder einen roten Teppich – allerdings diesmal für uns, die Fotografen. Zwei Wochen Arbeit fanden heute ihren Abschluss in einer Ausstellung und Preisverleihung.

Der Eintritt war frei, der Andrang war groß. Freunde, Verwandte und Bekannte drängten sich um die Bilder. Die Jury las vier Namen vor, keiner davon war meiner. Fragende Gesichter bei den Gewinnern, als auch bei den Verlierern, nach dem Warum und Weswegen. Das Publikum war auch geteilter Meinung. Am Ende war es eine Geschmacksfrage der Jury-Menschen.

Ich vermisste die Empfangsdame von der 5. Empore des Berlinale Palastes, die ich zur Ausstellung eingeladen hatte. Es hat wohl nicht sein sollen, denn mit dem Ende der Berlinale, enden auch die Gelegenheiten, wo ich beim Blick den Berlinale Palast hinauf ihr Lächeln sehen kann.
Am Ende noch kurz mit Berlinale Chef Dieter Kosslick gesprochen, er gab mir einen Berlinale-Anstecker und fährt jetzt erstmal in Urlaub. Ich ruhe mich jetzt im Bett aus, die Berlinale fordert nun ihren Tribut an meinem Körper.

Mehr Bilder von der Ausstellung gibt es bei Kollege Carsten von Berlin Sidewalk

Fazit – Die Ballade von der Berlinale

Nach zehn Tagen Berlinale, welches Fazit kann ich da ziehen – oder viel mehr: welches Fazit sollte der Leser meiner Einträge nun ziehen?

Über all die Sachen die ich nicht gut fand und denen, den ich dann doch noch etwas abgewinnen konnte, stand ich mir doch eher selbst im Weg. Ich ging mit den falschen Erwartungen an das Projekt, ärgerte mich sinnlos über geänderte Bedingungen und maß dem ganzen etwas zu viel Bedeutung bei.

Ich hatte mich beworben, um einen aktiven Austausch mit anderen jungen Fotografen zu finden, die in einer ähnlichen Situation sind, wie ich und um neue, abwechslungsreiche Herausforderungen zu erleben. An dieser Erwartung waren zwei Sachen verkehrt: Zum einen war keiner von meinen Kollegen in der selben Situation wie ich: in der Verpflichtung, mit der Fotografie die Rechnungen bezahlen zu müssen. Es waren Studenten, die sich noch wenig Gedanken um die Fotografie als Beruf machten. Das ist auch in Ordnung, denn das Projekt war ja explizit an Studenten gerichtet – ich war derjenige, der raus fiel.
Bezüglich der Abwechslung und Herausforderung wurde ich auch enttäuscht. Der erste Tag, der erste rote Teppich war super. Alles danach war nur eine Wiederholung der Wiederholung. Der Titel dieses Eintrags, “Berlinale bei nahe”, bedeutet nämlich auch, neben der beschriebenen Nähe, auch ein ‘beinahe’, im Sinne von fast. Viele Gebäude und Veranstaltungen ließen uns mit unserer Akkreditierung nicht rein und der einzige spezielle Zugang zur Berlinale, den wir durch das Programm hatten, waren die 16 und 22 Uhr Vorstellungen auf dem roten Teppich. Die “Stars” kamen aber immer nur zur 20 Uhr Vorstellung und die war für “die richtigen Fotografen” reserviert, was immer das heissen mochte.
Ferner noch: die 16 und 22 Uhr Termine waren Pflicht. Allerdings nicht, weil Bilder von uns zu diesen Terminen erwartet wurden, sondern einfach nur um Präsenz zu zeigen. Das war die Abmachung seitens C/O Berlin mit der Berlinale. Ein Kollege mutmaßte schon, dass wir deswegen immer alle 18 Fotografen im Pressebereich beim roten Teppich stehen sollten, damit es für die die Kameras und Zuschauer etwas voller aussieht.

Hätte ich vor einem Jahr mitgemacht, wärs perfekt gewesen. In diesem Jahr war ich einfach schon zu weit in diesem Beruf drin, um unprofessionelle Kommunikation, Ausverkauf für lau an die Medien und unlogische Bedingungen akzeptieren zu können. In dem Sinne war es mein Fehler, mich zu bewerben.

Was nehme ich also mit? Ich bin ganz froh, über zwei Wochen mal wieder einen straffen Arbeitsplan gehabt zu haben, mit vielen Terminen und Aktionen. Nicht wie sonst mal hier ein Auftrag, da ein Auftrag und zwischen drin viele Angebote schreiben. Die Erfahrung vom roten Teppich und die Erkenntnis, da nicht wieder hin zu wollen, nehme ich auch mit. Ebenso auch die schicke Jahreskarte für die Galerie von C/O Berlin, die es für jeden Teilnehmer gab. Das, und die Erinnerung an das Lächeln der Empfangsdame von der 5. Empore.

Damit schließt sich das Kapitel Berlinale. In absehbarer Zeit werde ich noch ein paar Fotos davon hochladen. Doch der Foto-Februar ist mit der Berlinale noch nicht vorbei….

Berlinale 2011:

Berlinale bei nahe
Berlinale Nachklapp, Teil 1
Das drittälteste Kino von Berlin
Berlinale Nachklapp, Teil 2

Die Berliner Regensaison

Posted in foto für zwischendurch, Wetter und andere Katastrophen by fritz on 29. August 2010

Blick aus meinem Fenster am Freitag

Weiss nicht was schlimmer ist, Regensaison in Tokyo mit 30+°C und 90% Luftfeuchtigkeit, oder die derzeitige Regensaison in Berlin mit 13°C im August und mal Regen, mal nicht, mal Regen, mal nicht…

Sommertreff im Bahnhof Alexanderplatz

Posted in schon merkwürdig by fritz on 9. Mai 2010

Der Bahnhof Alexanderplatz ist ein Bahnhof in Berlin, meiner Heimat, direkt beim Fernsehturm und der Redaktion der Berliner Zeitung, für die ich dort gearbeitet habe. Was hat nun Tokyo und Japan mit einem Sommertreff in Berlin zu tun?

Nun, dies hier:

Das hier ist ein Ausschnitt aus dem Anime-Film “Cowboy Bebop – Knockin’ on Heaven’s Door”, der Kinofilm zum gleichnamigen und hochgradig genialen Anime Cowboy Bebop, einer Serie über Kopfgeldjäger in Raumschiffen, der in der Zukunft auf dem Mars und den Monden unseres Sonnensystems spielt.
In dem Ausschnitt läuft der Bösewicht des Films gerade auf den Bahnhof zu, an dessen Fassade die Deutsche Bahn auf einen Sommertreff im Bahnhof Alexanderplatz hinweist.

Für die, die das an dieser Stelle nicht genauso absurd finden, wie ich, fasse ich es nochmal zusammen: In der japanischen Originalversion, eines Anime-Spielfilms aus dem Jahre 2001, der auf dem Mars der Zukunft spielt, gibt es eine Szene, in der die deutsche Bahn auf ein Sommerfest am 28. und 29.08. in einem Bahnhof in Berlin hinweist.

Stellt sich die berechtigte Frage: Wie kommt das?

Es ist üblich, für Manga, wie für Anime-Zeichner, mal einen kleinen Trip zur “Inspiration” zu machen, und zur Recherche in andere Länder zu fahren. Zumindest war das früher in den 80er und 90ern üblich, heutzutage fehlt das Geld, zudem finden sich zahlreiche Impressionen fremder Länder im Internet. Doch früher sind die Autoren, Regisseure und Zeichner eben nach Amerika oder Europa gefahren, zusammen mit ihrem Redakteur. In wenigen Tagen sammelte man dann Impressionen und Fotos für das eigene Werk, um es noch etwas exotischer und für den japanischen Leser interessanter zu machen.

Cowboy Bebop gehört zu meinen Lieblings-Anime, aufgrund der dichten Atmosphäre und spannenden Charaktere. Eine kurze Synopsis wäre, dass die Menschheit in der Zukunft die Erde verlässt und sich größtenteils auf dem Mars und den Monden unseres Sonnensystems niedergelassen hat, die allesamt klimatisch der Erde angepasst wurden. Reisen zwischen den Planeten und Monden findet im eigenen Raumschiff und mithilfe sogenannter “Gates” statt. Das erste Gate war übrigens ein Fehlschlag, explodierte und machte die Erde so gut wie unbewohnbar, da ständig Brocken vom mit dem Gate explodierten Mond runterregnen.

Es geht aber nicht um Science-Fiction oder, wie es heutzutage gern üblich ist, darum, dass sich die Serie an der eigenen Geschichte aufgeilt und im Storytelling verheddert. Es geht um eine Gruppe von Kopfgeldjägern, die Kriminelle im Sonnensystem jagen, und dabei auch nur versuchen über die Runden zu kommen. Es muss nicht das ganze Universum gerettet, oder die korrupte Gate-Gesellschaft niedergebracht werden. Es geht nur um Menschen und ihre Probleme.

Die Menschen in der Welt von Cowboy Bebop sind sehr unterschiedlich, da alle verschiedenen Kulturen der Erde sich auf kleinen Vierteln in den Städten vom Mars ansiedeln, ihre Kultur bewahren und mit anderen mischen. Die Anime-Serie ist dabei sehr geprägt vom asiatischen Raum, der Film sehr stark von New York und dem nahen Osten.

Dieser Mix, der sehr authentisch dargestellt wird, schafft nicht zuletzt auch durch die absolut geniale Musik von Yoko Kanno diese dichte Atmosphäre. Meine gesamte Musiksammlung besteht zu 50% aus Musik von Yoko Kanno, die mit dem Soundtrack zu Cowboy Bebop ein absolutes Meisterwerk geschaffen hat.
Die Musik ist sehr wichtig in Cowboy Bebop, kommt doch allein der Titel von der Jazz Richtung ‘Bebop‘ und jede einzelne Folge ist verbunden mit verschiedenen Musikstilen z.b. Titel einer Episode ist “Heavy Metal Woman”, mit einer Frau die eben Heavy Metal hört.
Die spannendsten Momente sind allerdings die, wo keine Musik spielt, weil man da die Stille und das Nichtvorhandensein von Geräuschen sehr gut wahrnimmt und sich komplett auf die Handlung konzentriert. Anime heutzutage traut sich solche Aktionen nicht mehr, da wird alles durchorchestriert oder mit künstlichen Pop unterlegt.

Nebenbei war Cowboy Bebop maßgeblich dafür verantwortlich, Anime in den USA populär zu machen. Die deutsche Version, die auf MTV lief, hatte auch eine ausgezeichnete Synchronisation.

Jedenfalls: Ich erwähnte eingangs, dass Autoren zur Recherche gern mal verreisen. Um nun all die verschiedenen Kulturen und Aspekte der Welt von Cowboy Bebop darzustellen, sind die Autoren vermutlich auch durch Europa und Amerika gereist. Sehr wahrscheinlich auch durch Berlin, wo sie ein Foto von dem obigen Schild gemacht haben. Denn tatsächlich gab es mal ein Sommerfest im Bahnhof Alexanderplatz, am 28. und 29. August, und zwar im Jahre 1998, wie dieser Artikel beweist:

Der Bahnhof als Spielplatz für die ganze Familie
Sommertreff am Alex
Peter Neumann

Bahnhofsfest, Draisinentreff und Baustellenbesichtigung: Für all jene, die ein Faible für die Bahn haben, stehen die Signale vom kommenden Wochenende an wieder auf grün. Am Sonnabend und Sonntag bietet der Bahnhof Alexanderplatz außer Fahrkartenschaltern und Geschäften auch eine Hüpfburg für Kinder, Clown-Theater und Rockmusik. Von jeweils 10 bis 20 Uhr laden die Deutsche Bahn und die Ladeninhaber im Bahnhof zum “Sommertreff” ein. Eine Tombola lockt mit vielen attraktiven Preisen.

Auszug aus der Berliner Zeitung vom 27. August 1998

Ein Sommertreff im Bahnhof Alexanderplatz ist keineswegs eine jährliche Veranstaltung, es ist also sehr wahrscheinlich, dass es exakt diese war.

Der Anime lief 1998, also wurde er 1997 produziert. Der Kinofilm, aus dem der obige Ausschnitt stammt, wurde 2001 gezeigt, also 2000/2001 produziert. Meine Vermutung ist nun folgende: Nach dem Beginn der Ausstrahlung im April 1998, machten sich einige aus dem Produktionsteam im Sommer auf die Reise, sammelten Eindrücke, die sie allerdings nicht alle in der Serie genutzt haben, da diese hier mit schwächelnden Quoten zu kämpfen hatte. Als dann grünes Licht für den Film gegeben wurde, wurden nochmal die alten Aufzeichnungen rausgekramt und eben nach etwas gesucht, was exotisch aussieht und die Welt des Films noch etwas bunter macht. So haben wir auch den Hinweis auf den Sommertreff und ein franzöisches Werbeschild, dass auf Angebote im Frühling hinweist (“les soldes du printemp”), im selben Ausschnitt.

Gestern habe ich den Film mir nach langer Zeit wieder angeschaut, doch schon vor ein paar Jahren, als ich das erste Mal den Film sah, habe ich das Schild entdeckt, und wollte vielen von dieser absurden Randnotiz erzählen. Mit nem Blog zu Japan und seinen Absurditäten habe ich nun die perfekte Möglichkeit dazu…

PS: Cowboy Bebop soll demnächst von Hollywood verfilmt werden, mit Keanu Reeves in der Hauptrolle. Das das auch nicht nur annäherend so gut und bedeutsam wird, wie der Anime, ist klar. Die größere Frage ist nur, ob der Film dann auch auf den Sommertreff im Bahnhof Alexanderplatz hinweist…

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