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Große Köpfe in Bewegung – die Anime Fair 2010

Posted in journalistische abenteuer by fritz on 26. März 2010

Vom 25. – 29.03.2010 fand die international Anime Fair in Tokyo Big Sight statt, die größte Messe für Anime weltweit. Auch wenn das Ganze betont international war, waren natürlich 90% der Aussteller aus Japan. Man konnte sich über Neuentwicklungen und -erscheinungen informieren, handeln und natürlich Anime schauen. Ich war als Presse-Vertreter dort und dementsprechend Jagdobjekt eines jeden Ausstellers, die mir alle Infos und Kram in die Hand drückten. Große Köpfe, große Augen, viele kleine Mädchen – und alles in Bewegung.


Doraemon

Das ich ein Fan japanischer Popkultur bin, konnte man ja bereits mehrmals hier lesen. Auch wenn mich der japanische Anime der letzte Jahre nicht sonderlich begeistern konnte, und ich persönlich Manga auch mehr schätze als Anime. Trotzdem war es Grund genug, sich auf den weiten Weg nach Odaiba zu machen – auch weil sich vielleicht ein paar interessante Geschichten finden lassen.

Also mit dem automatischen Laufband rein in die Big Sight

Drinnen wollte ich eigentlich noch jemanden treffen, einen Klienten, der sich wissenschaftlich mit Anime und Manga auseinandersetzt. Ich hatte allerdings etwas verschlafen und hab ihn knapp verpasst.
Als Vertreter der Presse hatte ich das Privileg an einem der beiden Business-Tage die Messe zu besuchen. An den Tagen, wo es fürs allgemeine Volk geöffnet ist, muss man mehrere Stunden Wartezeit in Kauf nehmen und drinnen gibt es dann kein Treten mehr.

Die Messe findet in einer riesigen Halle statt, an deren Decke mehrere übergroßer, aufgeblasener Anime-Figuren hingen. Wer von aufgeblasen Figuren auf die Qualität der Anime schließt, aus der sie stammen, ist meiner Ansicht nach nicht so verkehrt…


Von links nach rechts: Conan, der Hintern von Pikachu und natürlich Ghibli’s Totoro

Die Anime Messe läuft so ab, wie jede andere Messe: Produzenten, Distribuenten, Zweitverwerter und Ausbildungsanbieter stellen sich und ihre Entwicklungen vor, kommen ins Gespräch, handeln Deals aus und versuchen die Presse zu becircen.
Ich konnte keine 5 Meter laufen ohne nicht irgendwelchen Kram in die Hand gedrückt zu bekommen, oder ständig von freundlichen Damen oder Herren in ihren Stand gezerrt zu werden. Oft schützte noch die Sprachbarriere, aber je länger die Messe dauerte, desto ungehemmter wurden die Damen und Herren noch ihren Kram loszuwerden. Einige lauerten mir sogar auf. Ich scherze nicht, sie stellten sich mir direkt in Weg, weil ich grad woanders hinschaute, und ich rammte sie fast.


Heroman

Vorabscreenings von Anime-Filmen und -Serien, die dieses Jahr erscheinen, erfreuten sich großer Beliebtheit.

So ziemlich alle Anime-Studios waren am Start:

Ghibli natürlich auch, die sehr stark ihren neuen Film bewarben ‚The Borrower Arriety

Daneben lief auch schon der Titelsong, den ich einfach nur wunderschön finde:

Auf youtube gibts leider nur ne 1:35min Version des über 3min Songs. Den ganzen Song kann man schon auf iTunes für 200yen kaufen – allerdings nur mit einem japanischen iTunes-Store-Account – den ich nicht habe!!

Ich wollte dann meine Lieblings-Anime Studios abklappern. Darunter das Studio 4°C, die einen absolut kleinen Stand hatten, nur(!) ihren letzten Film bewarben und etwas Merchandising anboten. Ich als Pressevertreter bekam aber gleich zwei dicke DinA3 Bücher zum Studio und ihrem letzen Projekt- inkl. Artworks, Produktionsskizzen, Interviews mit Regisseuren und Animatoren. Und das hat mir echt den Tag versüßt und den ganzen Besuch lohnenswert gemacht.


Aus der Kurzfilmsammlung „Genius Party„, (C) Studio 4°C

Studio 4°C ist nicht gerade sehr Mainstream, sie fahren einen sehr individuellen Stil was Animation, Stories und Storytelling angeht. International sind sie sehr geschätzt, so wurden sie zum Beispiel von den Wachoswky Brüder angeheuert um Teile von Animatrix zu zeichnen. In Japan selbst sind sie nicht so populär, vielleicht gerade weil sie etwas anders sind.
Für alle die mal etwas von Studio 4°C sehen wollen empfehle ich sehr stark Noiseman Sound Insect – ein 15minütiger Kurzfilm, über die Schönheit und Bedeutung von Musik für die Seele. Allerdings sehr abstrakt und fast schon zu schnell erzählt, als ob man die Handlung von nem 90min Film in 15min erzählt. Ich find ihn allerdings sehr großartig und hab ihn bis heute über 20mal gesehen.


Quelle: 87n.com

-> Weblink: Noiseman Sound Insect – online Video

Ich bin dann noch die anderen Anime-Studios abgegangen, die mich in der Vergangenheit begeistert haben. Doch die Stände von Madhouse, Sunrise und Bones waren einfach nur enttäuschend. Sunrise, die uns das geniale Cowboy Bebop brachten, zeigten diesmal nur eine Art SuperDeformedmoeGundam. Madhouse ruhte sich auf dem genialen, jedoch bereits vergangenen Erfolg „Summer Wars“ aus. Bones hatte sich 4-6 Anime-Zeichnungen an die Wand gehängt und schaute gelangweilt umher. Und GAINAX war gar nicht erst vertreten.

All die großen Studios betonten, was für cooles Zeug sie früher mal gemacht haben, ohne selbst innovatives Neues zu zeigen. Bei dem, was gezeigt wurde, hatte ich eher den Eindruck, das alles so, oder so ähnlich, bereits mehrmals gesehen zu haben. Der moe Trend, alles etwas süßer zu machen, war sichtlich, aber nicht ganz so extrem und dramatisch wie viele es prophezeiten.
Über moe kann man geteilter Meinung sein, bereits erwähnter Klient schreibt gerade ein Buch darüber. Einige sagen, es ist das Ende vom japanischen Anime. Auch wenn ich das nicht so sehe, so sehe ich doch heutzutage eine stärkere Fokussierung auf optische Attraktion. Zweifelsohne war die immer da, aber in den letzten Jahren ging sie immer mehr auf Kosten der Story und des Inhalts.

Ein Beispiel dafür hier ist dies hier von der Messe:

Das hier ist Trigun. Trigun ist ein Anime über und mit einem blonden Revolvermann, der alles tut um es zu vermeiden, mit einer Waffe zu schießen („Die Patronen kosten soviel Geld!“). So oder so, er ist ne verdammt coole Sau. Vor ein paar Jahren wurde er noch so dargestellt:

Vergleicht man nun beide Bilder fallen die Unterschiede auf.
Oben das Foto stammt von der Ankündigung des neuen Trigun Films. Der Anime endete zwar vor mehreren Jahren, doch das ist kein Grund nicht noch etwas mehr Geld aus der Lizenz zu pressen. Wenn der Film unterhaltsam ist, soll es mir recht sein.

Eine der größten Überraschungen der Anime Fair war für mich das hier:

Ein Stand von der Sendung mit der Maus.

Ich wusste nicht, dass die hier in Japan animiert wird, doch die Dame am Stand bestätigte es mir nochmal. Sie war zudem sehr begeistert, dass ich aus Deutschland komme.

Die Maus, bzw. マウス („mawasu„) ist auch hier sehr beliebt, ich empfehle einen Besuch auf der japanischen Website.

Ich erinnere mich an eine Episode der Sendung mit der Maus die in Japan spielte, wo der geniale Ralph Caspers in Tokyo war, eine japanische Grundschule besuchte und die japanische Schrift erklärte. Ob die bei dem Besuch auch gleichzeitig die Animation der Zeichentrick-Sequenzen nach Japan outgesourct haben….?

Weitere Impressionen:


Keine Ahnung was das war, aber es war cool und hatte nen eigenen Sicherheitsfutzi


Ein Anime mit nem Schaf, für Kinder. Fand große Begeisterung


Messebabes

Eigentlich mieten die Studios, Sender und Produzenten immer Models und Idols, die dann Infos aushändigen oder Cosplayen. War dieses Jahr aber weniger als letztes Jahr, so sagte man mir.

Dann baten mich vier(!) Mädels im Gothic-Lolita Look ein Foto vom Maskottchen der Firma zu machen.

Mit so einem Maskottchen muss man sich um Kunden keine Sorgen machen…

Das morbide Hangry & Angry basiert auf nem Pop-Duo, dient aber größtenteils dazu Merchandising und Kram zu verkaufen. Allerdings ne sehr coole Website haben sie.

Es gab auch viele angebotene Möglichkeiten Anime zu studieren, viele Schulen stellten sich vor:

Die Tokyo School of Animation hatte dabei Postkarten verschenkt, gestaltet von ihren Schülern, jeweils passend zu einem Monat im Jahr:

Wirklich inspirierend fand ich die Creators World, eine Ecke auf der Messe, weit weg vom Mainstream (stilistisch und geographisch), die für junge, individuelle Künstler reserviert war.

Eine Instititution, die schon seit mehreren Jahre junge Talente vorstellt. Aber dabei wirds wohl auch bleiben, wenn man sich anschaut, was die großen Studios derzeit produzieren. Die würden sich niemals auf ein Experiment einlassen und etwas Ungewöhnliches kostenintensiv produzieren lassen. Marktwirtschaftlich macht das durchaus Sinn, aber auf lange Sicht sind Neuentwicklung echt nötig.

Am meisten begeistert hat mich er hier:

Takahashi Koya ist einfach… nun… schwer zu beschreiben, aber sehenswert. Eben ganz anders.

Und dann war da noch:

Kopffüssler.
Da waren tatsächlich Menschen drin, die allerdings nicht größer als 1.5m sein konnten.

Beim Publikum waren sie sehr beliebt.

Nachvollziehbar.

Wie die sich mit ihren Stummelbeinchen fortbewegten war einfach nur lustig. Ich hab versucht ein paar Animationen zu machen, um das darzustellen:

Danach dann wieder mit dem Laufband aus der Big Sight raus…

…und insgesamt 2 Stunden für den Weg nachhause gebraucht, weil ich den falschen Zug genommen hatte -.-

Mein Fazit:

Gesamt war ich etwas enttäuscht, aber solange es immernoch junge Talente und Studios wie 4°C gibt, ist die Hoffnung für den japanischen Anime nicht ganz verloren. Das zweitgrößte Land, das dort vertreten war, war China, die sind also auch im Kommen.
Ich hoffe, die Studios haben sich selbst mal ihr Programm angeschaut, also ihren alten Erfolge, und überlegt was sie so gut machte.

Sicherlich kann man auch dagegen argumentieren, dass die auch nur produzieren, was der Markt will. Und der Markt ist anscheinend mit schon-gesehenen Geschichten und großen moe-Augen zufrieden. Aber irgendwann ist der moe-Drops auch gelutscht und der Markt will neue Geschmäcker entdecken. Wenn dann der exotische Geschmack aus China oder Korea dem Markt besser schmeckt, ists zu spät. Aber das führt jetzt an dieser Stelle auch zu weit 😉

Ich empfehle dann das Buch meines Klienten, wird Sommer/Herbst diesen Jahres erscheinen und viele Fotos von mir beinhalten.

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20 Antworten

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  1. Snjeko said, on 28. März 2010 at 14:30

    Sind ja echt schöne Bilder von der Messe. Das mit der Maus ist witzig, wusste ich auch nicht (Japan ist & bleibt halt `ne Anime-Weltmacht). Die kleinen Viecher find ich übrigens auch sehr niedlich (wobei ich mir nicht vorstellen will, wie man da drin schwitzt …).

  2. Michael said, on 29. März 2010 at 02:58

    Die Maus läuft schon seit Jahren wohl auch in Japan (Ist ja auch einfach.. man muss nix übersetzen 😀 )
    Habe sie letztens hier auf einen der Cartoonchannel im CATV regelmäßig als Pausenfüller gesehen.

    Das sie hier animiert wird… das war mich auch neu ich hatte da eher auf eine näheres östliches Land (ex Tschechoslowakei) vermutet da dort vieles in Zusammenarbeit mit dem WDR/ARD produziert wurde.

    Aber Japan macht in Rückschau auch Sinn.

    Äh die beiden „Messebabes“ sind für mich natürlich iel süsser als die Animefiguren 😉
    Besonders die linke hat so einen süßen Blick (*-_-*)

  3. noushi said, on 29. März 2010 at 10:52

    Ich sehe moe nicht unbedingt als das große Übel. Viel mehr den ganzen ecchi Kram, der sich zum Leidwesen der anspruchsvolleren Fans in wirklich jedem Lizenzgebiet „wie sau“ verkauft.

  4. fritz said, on 29. März 2010 at 11:14

    @michael: bist du nicht verheiratet? 😉 ich glaube nicht, dass hier alles animiert wird von der sendung mit der maus. die werden wahrscheinlich nur ein paar cels machen, und die dann mit dem storyboard nach korea schicken, die machen dann den rest

    @noushi: ecchi bzw. fanservice gab es und wird es auch immer geben. auf die balance kommt es an. so ein fanservice anime wie „Ladies vs. Butlers“ z.b. is einfach nur hohle Grütze mit Brüsten. Ein Gegenbeispiel wäre Video Girl Ai, wo es zwar auch Fanservice galore gibt (ganzseitige Umzieh-Szenen), aber niemals auf Kosten der Story und immer gut ausbalanciert mit dem Rest des Geschehens

  5. noushi said, on 29. März 2010 at 11:25

    Na, damit wollte ich eher auf die Entwicklung der Industrie ansprechen. Es ist nur eine Frage der Zeit, überspitzt ausgedrückt, bis wir uns eine gesamte Season voller ecchi Serien reinziehen müssen ^^

  6. fritz said, on 29. März 2010 at 11:36

    na „müssen“ wir denn wirklich? darin liegt ja die macht des verbrauchers, einfach mal abzuschalten oder die DVDs nicht zu kaufen…

  7. […] Zum Artikel Dieser Eintrag wurde von noushi am März 29, 2010 um 11:38 am geschrieben, abgelegt unter Community, News und verschlagwortet mit Anime, anime fair 2010, japan, noushi. Setze ein Lesezeichen zum Permalink. Verfolge alle Kommentare zu diesem Eintrag mit dem RSS-Feed dafür. Kommentiere oder hinterlasse ein Trackback: Trackback URL. « Spoiler der Woche […]

  8. Lightmaker said, on 29. März 2010 at 12:44

    +++ ecchi bzw. fanservice gab es und wird es auch immer geben. auf die balance kommt es an. so ein fanservice anime wie “Ladies vs. Butlers” z.b. is einfach nur hohle Grütze mit Brüsten. +++

    Richtig. Worauf noushi hinaus wollte: Genau diese hohle Grütze wird aber immer beliebter. Rückblickend auf die letzten Seasons muss man feststellen, dass immer mehr davon produziert wird und auch immer mehr davon verlangt wird. Offensichtlich werden die Animefans auch immer hohler.

    Ebenso sieht es bei dem Moe-Zeug aus. Ich sehe mir einiges davon auch gern mal an, wenn es gut gemacht ist, aber auch davon gab es in der Relation einfach zu viel.

    Fans anspruchsvoller Anime hingegen erhalten immer weniger Kost.

  9. fritz said, on 29. März 2010 at 12:51

    hm was würdest du denn unter anspruchsvolle anime setzen? mir würde da jetzt erstmal NGE und cowboy bebop einfallen, aber anime wie diese gibts auch nur einmal. an anime serien, die im fernsehen laufen und eben jedesmal gute quoten holen müssen, gabs sehr lange nichts anspruchsvolles mehr. auf dem film, kurzfilm und OVA sektor schauts etwas anders aus, aber wirklich gute anime spielfilme aus japan gibts pro jahr vlt 1-3, und OVA und kurzfilm ist nicht gerade mainstream.

    was ich halt enttäuschend finde, ist, dass die studios, die mit Anspruch massenkompatibel produzieren, dass eben nicht mehr tun. und wenn die es schon nich tun….

  10. Lightmaker said, on 29. März 2010 at 13:04

    @fritz: Anime, die vom Inhalt und der Komplexität der Story her deutlich über dem Mainstream liegen und ohne überzogene Comedy, Ecchi und Moe auskommen und thematisch ernster gelagert sind. Z.B. einige meiner Favoriten der letzten Zeit wie Kurenai, Tokyo Magnitude 8.0 oder Denpa teki na Kanojo.

    Aber so tief wie dort muss es gar nicht gehen, um Fans anspruchsvollerer Werke zu bedienen. Man ist ja schon glücklich, wenn man nicht in jedem Anime immer wieder dieselben stereotypen Charaktere und Abläufe präsentiert bekommt.

    Und wenn in einem Anime mal alles zusammenpasst – interessanter anderer Zeichenstil, Witz, Action, Dramatik, Romance, Story und tiefgängiges – wie aktuell z.B. bei Katanagatari, dann ist das schon eine Mischung, die man viel zu selten mal zu sehen bekommt.

  11. Michael said, on 29. März 2010 at 13:46

    @Fritz
    nope nicht verheiratet… obwohl es sich manchmal so anfühlt 😉

  12. Angelika Diem said, on 30. März 2010 at 19:15

    Vielen Dank für den ausführlichen Bericht und die Fotos.
    Das mit der Sendung mit der Maus war mir durch meine Freundin bekannt, sie hat zwei Kinder und für die haben wir mal Stoffmäuse nach Japan geschickt, die mit Freude aufgenommen wurden.

    Trigun, ja, das habe ich auch gemocht bis fast zum Schluss.

    Wirklich schade, dass auf der Messe keine großartigen Neuheiten für dich dabei waren.

    Gibt es den Bericht mit Fotos dann auch in der AnimaniA zu lesen?

    Dass die Anime immer hohler werden, sollte den Wert der alten Perlen wieder mehr steigern und vielleicht auch die Umsätze jener Firmen, die diese auf DVD anbieten.

  13. ZakuAbumi said, on 31. März 2010 at 16:52

    Vorab: Ein gelungener Artikel, allemal interessant und gut zu lesen, das mit der Maus war mir jedenfalls noch nicht bekannt.
    An Trailern jedenfalls herrschte kein Mangel vor.
    Ansonsten wäre es doch sehr wünschenswert gewesen, hättest du einzelne Stände behandelt, der Artikel kratzt teils an der Oberfläche, wie es mir scheint.

    Um den Religionskrieg fortzuführen:
    @noushi: „Ich sehe moe nicht unbedingt als das große Übel. Viel mehr den ganzen ecchi Kram, der sich zum Leidwesen der anspruchsvolleren Fans in wirklich jedem Lizenzgebiet “wie sau” verkauft.“
    Beides ist mehr oder minder das Gleiche, das eine eben etwas anrüchiger denn das andere. Schließlich fungieren doch beide Elemente als Eye Candy und versuchen somit, Zuschauer zu locken und bei Stange zu halten, leider Gottes (vorerst) ein Erfolgskonzept.
    Pseudo-Moe-Serien a la Railgun sind ebenfalls nicht zu bestaunen.

    Die Prophezeiungen hinsichtlich „Ecchi-only-Season“ scheinen mir jedoch schlichtweg Schwachsinn, Anime werden in ihrer Vielfalt zwar zusehends reduziert, vom Aussterben bedroht sind sie jedoch nicht. Kommende Spring-Season, ich vergas, wir finden jene mittlerweile vor, zeigt doch erste Besserungen und verspricht nicht wenig. Bedenklich ist der Erfolg eines K-ON!s jedoch allemal.

    @Lightmaker: „Man ist ja schon glücklich, wenn man nicht in jedem Anime immer wieder dieselben stereotypen Charaktere und Abläufe präsentiert bekommt.“
    Amen. Der Einheitsbrei gibt sich vorhersehbarer denn je, Unterhaltung ist anders.

  14. fritz said, on 31. März 2010 at 17:41

    @zaku: interessant mit welcher erwartungshaltung du hier herangehst. natürlich kratzt der artikel nur an der oberfläche, weil, und ich sags mal so direkt, mir keiner die zeit bezahlt, in jeden einzelnen stand (mehrere hundert) zu rennen, ein kurzes gespräche zu führen und bilder zu machen. und sollte es mir einer bezahlen, will der das selber publizieren, und ich darf dass dann hier nicht kostenlos für alle zugänglich machen. journalist und fotograf sein is eben immernoch mein job.
    hier gibts nun einen kostenlosen deutschen insiderbericht zur anime fair, einigermaßen ansprechend recherchiert und bebildert – und trotzdem schreist du nach mehr.

    das könnte man dann auf anime übertragen und fragen: wann sind die fans denn endlich zu frieden? die japanischen fans sind es wohl, und für die wird der anime produziert. wir können dann zwar maulen, über all die arbeit und zeit die die leute in unsere unterhaltung gesteckt haben, wenn sie uns dann nich passt, aber für uns wurde der anime auch nicht entwickelt.

    moe und ecchi würde ich im übrigen nicht auf eine eben stellen, da letzteres eindeutig sexuelle fantasien bedient, ersteres nicht unbedingt. auf CNNgo war ein interessanter artikel, und ich hatte auch mit meinem klienten, der ein buch über moe schreibt, darüber gesprochen. die gründe für den boom von mie könnte rech psychologisch tief, und auch ökonomisch aufgegriffen werden, was ich jetzt an der stelle nicht tue, da mir die zitate und belege fehlen.

  15. Lightmaker said, on 1. April 2010 at 02:49

    +++ moe und ecchi würde ich im übrigen nicht auf eine eben stellen, da letzteres eindeutig sexuelle fantasien bedient, ersteres nicht unbedingt. +++

    Eben. Moe kann durchaus auch mal witzig und intelligent sein und vor allem Diabetes auslösen. Ecchi kommt eigentlich immer ziemlich primitiv daher und lässt mich eher zur Kopfschmerztablette greifen.

  16. […] 1. Große Köpfe in Bewegung – die Anime Fair 2010 […]

  17. Lightmaker said, on 2. April 2010 at 12:39

    Übrigens vielen Dank für den Link zu Takahasi Koya. War mir bislang noch völlig unbekannt, großartiges Showreel.

  18. […] Anime Studio, dass den 10-minütigen Film produziert hat, ist nämlich das Studio 4°C, welches, wie ich schonmal erwähnt hatte, zu meinen Lieblingsstudios gehört. Eigentlich ist der Stil von 4°C viel zu speziell, um es in […]

  19. Sabo said, on 28. August 2010 at 18:35

    Hey liefen da vll.so menschen mit ner tasche rum wo ein ahornblatt drauf war mit so figuren ? die hattenziemlich komische augen halt so samurai ? hast du dieetwa auch bekomen `? hast du irgenwas darüber gesehen ? Danke

    • fritz said, on 29. August 2010 at 00:56

      ich ab beim besten willen keine ahnung was du von mir wissen willst, aber dass du one piece magst find gut


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