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analog – Hiroshima / Kaminoseki / Iwaishima

Posted in analog, Reis und Reisen by fritz on 4. Juni 2010


Angler auf Iwaishima

Ich fotografiere ab und an auch mit einer alten analogen Kamera, allerdings niemals für Aufträge. In meiner Zeit in Japan habe ich so bereits mehrere Rollen Film vollgekriegt, die ich allerdings erst in Deutschland entwickeln werde. Die Bilder von der Reise nach Hiroshima wollte ich allerdings schon früher haben und ging zu Yodabashi. Mit der Qualität und dem Preis/Leistungs-Verhältnis bin ich allerdings absolut unzufrieden, obwohl mir gesagt wurde, dass Yodabashi schon die beste Adresse ist. Aber für umgerechnet 18€ nur kleine Abzüge und miese Scans halte ich für absolut mistig. In Berlin krieg ich für die Hälfte des Geldes eine ordentliche Entwicklung + Abzüge + Scans vom Negativ.

Ich hab mit Photoshop jetzt noch was gemacht, sofern es ging. Ich will garnicht soviel zur Reise erzählen, es sollen nur Impressionen und Notizen sein.


Alte traditionelle japanischen Glühbirnen / auf Miyajima


Eine Gasse auf Iwaishima, eine Insel mit 500 Bewohnern von denen 3/4 der Bewohner über 70 sind. Die Wege sind verwinkelt und recht alt, die Steinmauern sind charakteristisch für die Insel und die dortige Bauweise


Hafen von Iwaishima, im Hintergrund die Inseln der Seto-Inland See. Auf Iwaishima gibt es kein Geschäft, das Fisch verkauft. Es gibt so viele Fische rund um die Insel, dass jeder sich einfach welche Angeln kann. Die Insel lebt vom Fischfang


Biwa-Farmer Yamato beim Zubereiten einer lokalen Spezialität im hauseigenen Ofen – Seegras


Die Schule von Iwaishima, wegen Kindermangel geschlossen, nun verrottet sie hoch auf dem Berg mit einem Ausblick über die kinderlose Insel


Aussicht vom Schulhof I


Aussicht vom Schulhof II


Statue auf dem Schulhof


Wenn jemand auf Iwaishima stirbt und keine Angehörige mehr hat, bleiben die Häuser leer und fallen beim nächsten Taifun in sich zusammen. Es gibt sehr viele leere Häuser auf Iwaishima.


In Kaminoseki übernachteten wir zwei Nächte lang in einem Haus von einem Interviewpartner. Es war ein altes, japanische Holzhaus, die Toilette war ein Loch im Boden mit Deckel. Ein strenger Geruch breitete sich durch das ganze Haus aus, insbesondere durch die Küche, die neben dem Klo lag.


Es gab Futons und Platz für ca. 15 Personen, doch wir waren die Einzigen im gesamten Haus, da der Besitzer auf Iwaishima lebt.


Das Haus wurde eher als Büro und Zentrale für politische Kampagnen genutzt. Überall stapelten sich Pamphlete, Plakate und Protestschriften, für verschiedene Ziele


meine Begleiterin


die Burg von Hiroshima, komplett niedergebrannt nach der Bombe, mit Spenden aus ganz Japan wieder aufgebaut


Burg-Gelände


An unserem letzten Tag in Hiroshima fand das „Flower Festival“ statt, ein großes Volksfest mit ca. 3 Millionen Besuchern. Zum Anlass wurden auch große Origami-Kraniche, eine Symbol für Hiroshima und die Leiden seiner Bewohner, auf den Fluß gesetzt und nachts erleuchtet


das Mädchen mit dem Hut ist Natsumi. Sie jubelte und tanzte zu der Musik, die auf der anderen Seite des Flusses spielte. Ein sehr aufgewecktes und lebensfrohes Mädchen, wir teilten unser Okonomiyaki mit ihr. Sie freute sich sehr.

Im Hintergrund ist die Brücke zu sehen, die ursprünglich das Ziel für die Bombe sein sollte. Das Ziel wurde verfehlt und die Bombe detonierte 500m weiter weg, direkt über einem Krankenhaus. Alle Patienten, Ärzte, sowie alles Weitere in einem 1km Radius verschwanden in einem Bruchteil einer Sekunde. Nicht einmal mehr Staub blieb von den Menschen übrig.

365 Tage in 35mm

Die ersten Tage: (schwarz/weiß) Die große Stadt ohne Farbe
Die erste Woche: (farbe) Die ganze Welt in Farbe
Die zweite Woche: (farbe) Insel-Edition
Nach der zweiten Woche: (schwarz/weiß) dunkle Wolken über Japan
August: (farbe) Koenji Obon Odori
Dezember bis Mai: (schwarz/weiß) kalt bis warm
Mai: (schwarz/weiß) Hiroshima / Kaminoseki / Iwaishima

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Eine Antwort

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  1. […] war in Hiroshima, aber ich möchte hier wenig drüber schreiben. Das hab ich an dieser Stelle im Blog oder ansatzweise in diesem Buch über Hiroshima schon getan. Trotzdem möchte ich mit diesen […]


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