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(not so) special access

Posted in foto für zwischendurch by fritz on 25. Februar 2011

Ich war gestern in nem Konzert. Es war der erste Konzert in Deutschland, für das ich tatsächlich Eintritt bezahlte. Kein Witz. Sonst bin ich entweder beruflich dabei und/oder hab Pressekarten.

Gespielt hat die wunderbare Kombo Chapeau Claque aus Thüringen. Es gibt ja sonst wenig deutsche Musik, die ich höre (meist läuft bei mir japanische Musik), aber als ich die das erste Mal in den Ohren hatte, wusste ich gleich: die wird meine neue Lieblingsband. Ich weiss noch genau, wann das war: Es war während des Zivildienstes und im Radio lief der Sender, der so heisst wie ich. Es war beim Zivi immer ein harter Kampf mit meinen Kollegen und dem Chef um den Sender zu wechseln. Meist dudelte immer irgendein Sender „mit dem besten Mix aus den 80er, 90er und dem besten von heute“-Gedöns. Immer dabei, mindestens einmal pro Stunde: Anastacia (nix gegen Anastacia, aber ihr poptauglicher Knödelgesang geht nach ner Weile echt auf die Nerven).

Doch dann lief dann Chapeau Claque.
Sie sangen über die Liebe – und zu der Zeit war ich eben heftig verliebt und, nun ja, so führte das Eine zum Anderen. Die Liebe und das Mädchen gingen, aber Chapeau Claque blieb ich treu.


Das Lied, welches damals in Radio Fritz lief und meine Begeisterung für die Band auslöste

Seit drei Jahren, also zu der Zeit, wo ich sie kennengelernt hatte, gab es kein neues Album und keine neue Tour. Und auch zu ihrem jetzt neuen Album spielten sie nur einmal in Berlin – gestern.

Der durchgetanzte Boden des Lido in Kreuzberg war voll mit Fans (davon drei Viertel weiblich). Der Abend war großartig, die Musik wunderbar und die Band super drauf. Das gab Frühling auf die Ohren, im derzeit übertrieben kalten Berlin. Live ist die Band halt wirklich besser, als von CD. Ganz einfach weil sie Musik spielen können und Musik spielen wollen. Das Gefühl, was sie in ihre Lieder packen, überträgt sich auf den Zuhörer und in seine Füße.


Von der neuen Platte, toller Song, schlechtes Video…

War mal ganz angenehm im Publikum zu stehen, statt direkt vor den wummernden Boxen, mit der Kamera in der Hand und in ständiger Konzentration einen Auftrag zu erfüllen. So war ich Mitglied im gemeinen Fußvolk, was mir nach der übertrieben künstlichen Berlinale auch ganz recht war.

->Website: Chapeau Claque

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