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4,6 Quadratmeter TokyoFotoSushi im Februar

Posted in Top Listen by fritz on 1. März 2010

Mei.. und nun ist auch schon wieder März…


Meine neue Bude, 4,6qm klein aber gemütlich (und inzwischen aufgeräumt)

Was ein Monat.

Ich glaub bisher waren die Schwankungen zwischen „Alles ist toll“ und „Alles ist scheisse“ noch nie so extrem wie in diesem Monat. Ebenso auch zwischen Geld haben, und kein Geld haben. Doch dazu später mehr in den Tops und Flops für diesen Monat, nun erstmal die Statistiken für den vergangenen Monat.

Die Top5-Listen der Blogstatistiken für Februar

Gesamt hatte der Blog etwas weniger Besucher im Februar als im Januar, jedoch deutlich mehr als im Dezember. Ich habe diesen Monat weniger lange Artikel gepostet, dafür viele kurze Einträge. Das zeigt mir, was ich schon von den Reaktion auf die Beiträge ablesen konnte, nämlich dass die langen Beiträge, mit vielen Fotos, besser ankommen, als die kurzen. Der Blog lebt von der Frage des Lesers „Was hat der jetzt schon wieder in Tokyo angestellt??“ und je mehr Fotos das illustrieren, desto lieber wirds gelesen. Ich versuch das in Zukunft einzuarbeiten, nur brauchen lange Beiträge auch länger Zeit (durchaus bis zu 3 Stunden), und die Zeit habe ich derzeit nicht unbedingt…

Top 5: Artikel und Seiten (nach Klicks)

1. Wie konnte das nur passieren?

2. Bye Bye Hatsudai

3. rennende japanische Mädchen

4. Durch Wolken wandern – Teil 1

5. Ein Universitätsgebäude voll mit TokyoFotoSushi im Januar

Soll noch einmal einer sagen, Statistiken sind langweilig… Immerhin Platz 5…

Top 5: Wo kamen die Leute her?

1. tabibito.de
2. jugendfotos.de
3. blueschi73.com
4. Facebook
5. Meine Seite auf NEON.de

Top 5: Welche Begriffe wurden bei Google gesucht und führten zum Blog?

1. tokyo foto sushi
2. japanische mädchen
3. one piece
4. google english version
5. kunstbart

Top 5: Beliebteste Fotos diesen Monat

1. Coverauswahl von der Japanzine Ausgabe im Januar

2. Der Fuji (ohne Bearbeitung)

3. Einsamer Zug durch Touhoku

4. Japanische Mädchen posieren (natürlich…)

5. Japanische Mädchen beim Matsuri in Roppongi

Ich weiss ja nicht wie es euch geht, aber ich bin dem Bild langsam überdrüssig. So toll ist es nun auch nicht…

Top 5 der Sachen, die in meiner neuen Bude besser sind, als in meiner alten

1. Ich wohne mit interessanten Menschen aus aller Welt zusammen, die ein ernsthaftes Interesse haben, mit mir zu reden
2. Kein Tokyo-Expressway vor dem Fenster, sondern Ruhe in der Nachbarschaft
3. Die Küche ist groß genug für alle, und ich meine ‚alle‘ 11 Leute die hier wohnen.
4. Der Großteil der Bewohner in diesem Haus ist weiblich und japanisch
5. Das Klo hat Fenster

Okay, in aller Fairness:

Flop 5 der Sachen, die in meiner neuen Bude schlechter sind, als in meiner alten

1. Es kommt vor dass sich Leute, insbesondere die Amis, sich entscheiden mitten in der Nacht vor meiner Tür ne Party zu machen.
2. Ich habe zwar keine laute Straße mehr vor dem Fenster, allerdings habe ich auch kein Fenster mehr, sondern nur ein Loch in der Wand.
3. Ich kann nicht mehr meinem Mitbewohner unbemerkt das Essen aus dem Kühlschrank wegfressen.
4. Die Miete ist ein Quentchen (3.000yen) höher
5. Negativ ist auch, dass es mir hier so gut gefällt, dass mir kein 5. Punkt einfällt.

Mir gefällt es wirklich sehr hier, ich kann das garnicht genug betonen. Verglichen mit dem Raum, den ich vorher hatte, habe ich nun tatsächlich eine Wohnung, in der ich mich wohl fühle. Meine Mitbewohner sind allesamt fantastisch, die Gegend ist inspirierend und mein Vermieter Saucool (seine letzte mail an mich begann mit „Yeeeehaaaaaww!!“). Direkt Schade, dass ich nur noch 3 Monate hier wohnen werde…

Fritzes persönliche Top 5 für diesen Monat

Ganz ehrlich, da gabs diesen Monat vieles! Und das meiste Beste passierte am vergangenen Wochenende.

1. Die Europäische Union hat einen Antrag auf Förderung von meinem Projekt „junggesehen“ in Höhe von mehreren tausend Euro bewilligt! Das ist krass. Die Europäische Union gibt uns ihren Segen, und ihr Geld. Was wir damit anfangen wollen entscheiden wir aber erst, wenn ich wieder in Berlin bin. Von daher denke ich da derzeit auch nicht soviel dran.

2. Die Erkenntnis, hier im fernen Tokyo wundervolle Freunde getroffen zu haben, auf die ich mich auch in großer Not verlassen kann. Danke 🙂

3. Eine Einladung zum Essen in internationaler Runde, die mich bei meiner Auswahl der Bilder für den Jugendfotopreis sehr intelligent und tatkräftigt unterstützt haben. Dazu gab es seit 7 Monaten das erste mal richtigen Käse aus Italien und Frankreich, der auch wie Käse schmeckt, und mich spontan zum Lächeln brachte =) Die Gerichte waren Japanisch, aber allesamt ohne Reis.

4. Besuch aus Deutschland, der Schokolade und eine Tageszeitung mitbrachte. Danke Ulrike =)

5. Eine Nachfrage in einer französischen Bäckerei bescherte mir kostenloses deutsches Brot. Ich hab zwei Tage lang nur daran gerochen, bevor ich es heute mir Wurst, Honig und Schokolade verzehrt habe.

uuuuuuund:

6. Eine neue Hose! Ich bin mit zwei Paar Hosen hergekommen, die beide schon so oft gerissen sind, dass sie mittlerweile nicht mehr zu reparieren sind. Ich nähe zwar wie ein Weltmeister, aber es ist nicht mehr viel zum Nähen übrig. Ein Besuch in Shimokitazawa, zu einem Schlussverkauf, führte dann zu meiner fantastischen neuen Hose, für gerade einmal 3€.

7. Ein Hauch von Frühling und ein Glockenspiel in einem Park in Shinjuku, welches ein Lied von den Beatles spielte, währen die Vögel in den Bäumen laut miteinstimmten.

Fritzes persönliche Flop 5:

Wie eingangs erwähnt waren die Höhen und Tiefen diesen Monat sehr stark.

1. Eine Zeitung hat meinen Artikel abgelehnt. Ich muss ihn komplett umschreiben, ohne zu wissen wie.

2. Ich habe für eine ganze Woche lang weniger als 800yen zur Verfügung gehabt, musste mich bei der Nahrung extrem einschränken und bezahlte meist alles mit 10yen Stücken, von denen ich ein ganzes Glas voll habe. Gegen Ende wurde es richtig knapp, und ich hatte kaum noch Geld um zu einem Auftragsshooting zu kommen. Doch in dieser Not halfen mir meine Freunde und Familie großartig aus. Einerseits bin ich glücklich darüber, mich darauf verlassen zu können. Andererseits ist das schlechte Gewissen schon enorm groß…

3. Eine, inzwischen Gottseidank ausgezogene, Partymaus und ehemalige Mitbewohnerin kam betrunken gegen 4 Uhr nachts nachhause, brachte einen Ami mit und machte Party vor meiner Tür. Nachdem ich sie, nunja, anbrüllte, und mich beim Vermieter beschwerte, herscht Frieden und Ruhe in Nakano-Shinbashi 😉

4. Der Umzug von Hatsudai nach Nakano Shinbashi. Nie, nie, niemals wieder……………

5. Die Polizeit hielt mich, wieder mal, an, weil sie dachten, ich als Ausländer habe mein Fahrrad gestohlen. Ich finde es mittlerweile einfach nur noch nervig, ständig unter Generalverdacht zu stehen. Ich hab dieses Fahrrad in diesem Land gekauft, hört auf zu Fragen! Ich liebe ja die Japaner, aber man, lasst es.

Fazit:

Ich bin jetzt noch 3 Monate in Tokyo, und 4 Monate in Japan. Ich hab noch einiges vor, doch die Zeit wird knapper. Ich weiss auch nicht, wann ich wieder zurückkehren werde (und ob ich überhaupt solange hier überlebe….). Doch je näher Juli rückt, desto mehr wird mir bewusst, wie endlich meine Zeit hier ist.
In diesem Monat habe ich mich glaube glücklicher gefühlt, als in jedem Monat vorher. Auch weil ich umgezogen bin. Ich hatte aber auch bisher noch keine so großen existenziellen Sorgen wie bisher. Ein Wechselbad der Gefühle, passend zum wechselhaften Wetter.

Ich sehne mich zurück an die Zeiten, in der ich nur mit Handtuch, Kamera und Wasserflasche mich in den Zug setzte, ohne konkretes Ziel. Je länger ich hier bin, desto weniger Abenter- und Wunderhafter wird es. Es ist eher der Alltag, der den Grund zur Zugfahrt bestimmt. Nichtsdestotrotz ist alles immer noch aufregend, und jeder Monat überrascht mich mit krassen, wunderbaren und oft auch miesen Sachen. Das will ich für keinen Preis der Welt missen, nicht mal für eine Aussicht auf ein geregeltes Einkommen.

Mir grausts langsam mehr vor der Rückkehr, nach Berlin. Ich liebe Berlin, doch als Arbeitsplatz ist es einfach nur undankbar. Dazu kommen die Pflichten, die man als Anfang 20-jähriger, vorallem auch vor den Eltern hat.
In Tokyo fühle ich mich so frei, wie noch nie in meinem Leben. Ich kann umsetzen was ich will, recherchieren was ich spannend finde. In Deutschland fragt man immer nach Qualifikationen, Zeilen auf Papier, die meinen zu sagen, was man kann und darf, und was nicht. Davor graust es mir.

Doch noch ist nicht aller Tage Abend, im Land der aufgehenden Sonne geht auch weiterhin jeden Tag die Sonne für mich auf. Doch irgendwann geht sie unter, und ich bin in Berlin.

Den Blog wird es übrigens noch etwas über meine Zeit in Japan hinaus geben, da ich einige Sachen erst viel später veröffentlichen darf, sowie noch viele Bilder im Archiv rumliegen, vorallem die noch nicht entwickelten Filme. Und Tokyo wird mich hoffentlich bald wiedersehen…

Wenn nicht, ändere ich den Namen in BerlinFotoDöner. Hat doch auch was für sich…

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Ein Universitätsgebaude voll mit TokyoFotoSushi im Januar

Posted in Top Listen by fritz on 2. Februar 2010


Die Tokyo University of foreign studies in Tama

Mein Körper tut immer noch weh nach dem Umzug, den ich komplett alleine bewältigen musste. Nun, nach 16 Stunden Schlaf, etwas Nahrung (ich hatte zwei Tage lang nix gegessen und mich quasi nur von dem Koffein der Colaflasche ernährt), und einer warmen Dusche, gehts mir wieder besser und ich genieße meine neue, warme Bude, die sehr gemütlich ist und nach Holz riecht. Einige meiner neuen Mitbewohner habe ich schon kennengelernt, eine davon gestern beim Umzug:

Sie: „Wie alt bist du?“
Ich (lächelnd): „Was schätzte denn?“
Sie: „hmm… also recht jung… du klingst jung…“
Ich: „hm? Wie meinst du das?“
Sie: „Na, klingt so als ob das dein erster Umzug wäre, keiner mit Erfahrung würde seinen Kram zu Fuß alleine hin und her transportieren.“

Recht hatte sie. Aber um mir die Kosten für einen Laster zu sparen, ging ich 5 mal den Weg von meiner alten Bude zu meiner neuen, mit dem Kram in der Hand und auf dem Rücken. Einmal brauchte ich mit dem Rad 8min, ein anderes Mal mit der unhandlichen schweren Box in der Hand 45min, mit vielen Unterbrechungen.

Man sagt, in Tokyo schneit es nur einmal im Jahr. Warum musste es ausgerechnet gestern sein, wenn ich mein Zeug durch die Straßen Tokyos transportiere? Dazu kam noch Regen und Sturm, meine Klamotten und mein Rucksack waren komplett durchnässt. Derzeit liegt das ganze Zeug hier noch verstreut, weil ich absolut keine Lust habe, das einzuräumen, und zudem noch viel Arbeit am Computer nachgeholt werden muss. So auch die Zusammenfassung von Januar:

Die Top5-Listen der Blogstatistiken für Januar

Allen voran steht ein neuer Besucherrekord! Sowohl in Besuchern pro Tag und insgesamt Besucher pro Monat hatte ich noch nie so viel! Vielen Dank soweit! Ich hatte auch in diesem Monat mehr Artikel veröffentlicht als sonst, ich schätze beides hängt zusammen.

Bleibt mir auch noch zu sagen, dass ich weiterhin in Tokyo bleibe, was ja Ende Dezember noch nicht abzusehen war.

Top 5: Artikel und Seiten (nach Klicks)

Jetzt neu mit Foto zum Artikel

1. Fuji-Film

2. rotz

3. Bye Bye Hatsudai

4. rennende japanische Mädchen

5. „Foto! Foto! Foto!“

Top 5: Wo kamen die Leute her?

1. tabibito.de
2. jugendfotos.de
3. blueschi73.com
4. embjapan.de/forum/ich-brauch-hilfe
5. Meine Seite auf NEON.de

Top 5: Welche Begriffe wurden bei Google gesucht und führten zum Blog?

1. „tokyo foto sushi“
2. „japanische mädchen“
3. „one piece“
4. „google english version“
5. „taifun“

Interessant ist auch, dass bei der Suche nach „Tokyo Reflections“ , das Top-Ergebnis bei google.de mein Blog ist ^^ Wohl wegen dem Artikel und den vielen Verlinkungen.

Top 5: Beliebteste Fotos diesen Monat

1. Der Fuji (ohne Bearbeitung)

2. Japanische Mädchen posieren (natürlich…)

3. walk ne line

4. Mini-Yakuza beim Seijin no Hi

5. Nachts auf der Brücke

Top 5 meiner Lieblingsbeiträge, die zu Unrecht ungesehen verschwinden

Ich mache diese Listen, weil ich manchmal einige Beiträge zu schade finde, um sie ungesehen zu verschwinden zu lassen. Daher sammle ich die einmal im Monat und stelle sie nochmal vor. Es ist ja schnell weggeklickt nach dem Erscheinen, aber so tauchen sie nochmal auf. Allerdings betrifft das nur die, die ohnehin schon viel gesehen werden. Daher nun mal die andere Liste, mit der Statistik von unten:

1. a kraut in a crowd

Impressionen vom Bon Odori in Koenji, Menschen, Gesichter und Getanztes

2. Wie ich dem Dalai Lama die Hand geschüttelt habe

Der Titel sagt es eigentlich schon…

3. sowas un(d)professionelles!

Ich war als Fotograf für eine deutsche Band bei einem japanischen Musikfestival engagiert. Impressionen vom Festival, der Band, kurz vorm Auftritt und währenddessen. Für mich perönlich auch ein sehr aufregender Auftrag.

4. Was ich an Silvester 2009 in Tokyo gemacht habe

Zwar erst einen Monat alt, doch leider in der Fülle der Beiträge vom letzten Monat etwas untergegangen. Der Abend und die Bilder sind mir persönlich aber immer noch stark in Erinnerung.

5. Erste Eindrücke ohne Abdrucke

Der allererste Beitrag vom Blog mit einer Sammlung von Impressionen der ersten Wochen Japan.

Fritzes persönliche Flop 5:

Ich will diesmal mit den Flops zuerst anfangen, auch um zu zeigen, dass es späterhin nur besser wird.

1. Ein Chinese der nach China fliegt

Klingt erstmal so spektakulär wie ein Sack Reis, der in China umfällt, hat dann aber doch mehr Konsequenzen für mich. Der Chinese Feng Zhenghu saß am Flughafen Narita fest, und lebte dort hinterm Terminal für 90 Tage. Er hat neunmal versucht wieder nach China einzureisen, doch die Behörden schickten ihn immer wieder zurück, weil er Menschensrechtaktivist war. Nach Japan einreisen wollte er nicht (obwohl er es durfte), also blieb er im Flughafen und lebte dort.
Ich wollte 1-2 Tage dort mit ihm zusammen leben und sein Leben dort dokumentieren. Das wäre nicht nur meine erste Fotoserie geworden (also ein Thema, mit dem ich mich intensiv auseinandergesetzt hätte), sondern wär auch für Medien interessant gewesen, da kein Journalist überhaupt soweit vorstoßen konnte. Zudem hat es mich sehr fasziniert und an den Film „Terminal“ mit Tom Hanks erinnert.

Doch diesen Dienstag, sprich heute, ist er wieder zurückgeflogen.

Ich habe ungefähr zwei Monate lang versucht, eine Erlaubnis zu bekommen, ihn zu Fotografieren. Über den Flughafen, zum Auswärtigen Amt Japans, und dann wieder nach Deutschland. Viel Papierkram und Bürokratie, die diese Woche vollendet gewesen wäre. Doch nun isser weg.

meh…

2. Mein Umzug

Ich bin zwar nur 2km nördlich gezogen, doch durch Schnee, Regen, Sturm und ohne Schlaf war das absolut scheisse.

3. meine finanzielle Situation und das Warten auf eine bezahlte Rechnung

Nachdem ich die Miete bezahlt hatte, habe ich nun nurnoch 3000yen in der Jackentasche. Das wars. Ich warte auf eine unbezahlte Rechnung aus Deutschland.

4. Fahrradsattel frisst Hose

Meine einzigen beiden Hosen wurden im Schnitt und im Schritt von meinem Fahrradsattel gefressen, ich bin nur noch am Nähen der Löcher. Bei der kalten Luft zieht es derzeit gehörig…

5. Februar hat nur 28 Tage

Mindestens 2 Tage weniger als sonst um die Miete zu organisieren…

Fritzes persönliche Top 5 für diesen Monat

1. Mein Foto auf dem Cover eines Magazins

2. Redaktionen haben viele Beiträge bei mir bestellt

3. Bye Bye Hatsudai, Bye Bye laute Koshu Kaido

4. Ein faszinierendes Interview…

5. Die Entscheidung in Japan geblieben zu sein

Fazit: Ein Monat mit hohen Höhen, und tiefen Tiefpunkten (vorallem finanziell). Die Entscheidung in Japan zu bleiben hat sich allerding schon jetzt ausgezahlt (nur noch nicht in barer Münze). Ich bin gespannt was noch kommt und ich weiss jetzt schon, dass mir ein Abschied von Tokyo schwer fallen wird – schwerer als damals von Berlin. Denn für mich war immer klar, dass ich nach Berlin zurückkehre werde, nach Ende meines Visums. Doch wann werd ich Tokyo wieder sehen? Vorher muss ich erstmal hier gemachte Schulden abbezahlen und mir endlich mal eine gute Ausrüstung erarbeiten. Und vielleicht sollte ich endlich mal meine bescheidenen Japanisch-Kenntnisse erweitern. Dann klappts auch wieder mitm japanischen Nachbarn.

Eine sprudelnde Cola-Flasche voll mit TokyoFotoSushi im Dezember

Posted in Top Listen by fritz on 31. Dezember 2009

Weil ich gerade kein Foto parat habe, und Silvester ist, heute mal ein Video. Nämlich das meistgesehene Video auf Youtube-Japan aller Zeiten:


Nyoki, Nyoki

Nyoki heisst, laut Erklärung der Protagonistin, „wachsen“. Passt ganz gut zum neuen Jahr und zum Abschluss des Alten und mittlerweile 6 Monate Japan, in der ich sicherlich ein Stück als Mensch, Fotograf und Journalisten gewachsen bin.

Gestern war nun mein Geburtstag. Die coole Bar, in die ich eigentlich wollte, hatte seltsamerweise geschlossen, sodass wir dann in eine kleine Jazz-Bar in der Nähe gingen. Eine wirklich kleine Bar, ca. 3m breit und 6m lang, mit Sitzplätzen für ca. 15 Leute. Anwesend waren auch nur so 12 Leute, von denen 5 dann spielten, und zwar: Didgeridoo, Maultrommel (!) und eine indische Kombo mit Trommeln und Zitar. Allesamt Japaner, wohlgemerkt.

Der Maultrommel-Interpret hatte sein Instrument vor acht Jahren von einem deutschen Freund zum Geburtstag bekommen, was er auf der Bühne sagte, als er merkte, dass wir aus Deutschland sind. „Ach Geburtstag….?“, sag ich, und meine japanische Begleitung ergänzt noch, dass ich doch heute Geburtstag hab. Der ganze Raum applaudiert. Fand ich nett 🙂
Zum Schluss spielten alle zusammen, eine Maultrommel-Didgeridoo-Zitar-Trommel-Bass-Jamsession. Und ich glaube nur in Japan kann man zu seinem Geburtstag eine Maultrommel-Didgeridoo-Zitar-Trommel-Bass-Jamsession spielen hören ^^

Na wie dem auch sei:

Die Top5-Listen der Blogstatistiken für Dezember

Verglichen mit November hatte der Blog weniger Besucher, was eindeutig an einer Woche Auszeit lag, in der ich in Hokkaido war und keine neue Artikel gepostet habe. Trotzdem wird heute noch der 10.000 Besucher kommen, was mich für diesen recht jungen Blog doch freut ^^. Ich bekomme auch oft viel Lob zu den Fotos und der gesamten Machart des Blogs, was auch die Freude steigert, ihn weiter zu gestalten. Schlussendlich würde ich bei meiner Heimkehr gerne ein Ausstellung zu TokyoFotoSushi machen, basierend auf dem Blog, also mit den Geschichten dazu. Mal schauen wie das funktionieren wird.

Top 5: Artikel und Seiten (nach Klicks)

1. Japanische Mädchen in deutschen Shirts (natürlich…)
2. Insel Abenteuer!:Oshima
3. Journalismus Rabatt
4. Rennende japanische Mädchen (auch klar…)
5. ?

Top 5: Wo kamen die Leute her?

1. tabibito.de
2. embjapan.de/forum/ich-brauch-hilfe
3. blueschi73.com
4. Meine Seite auf NEON.de
5. Beitrag auf Nerdcore: 10 Hirokazu Tanakas singen ein Lied mit Hirokazu Tanaka darüber, wie es ist, Hirokazu Tanaka zu heissen (hatte ich dem Blog vorgeschlagen)

Top 5: Welche Begriffe wurden bei Google gesucht und führten zum Blog?

1. tokyo foto sushi
2. japanische mädchen
3. taifun
4. japanische mädschen bilder
5. kunstbart

Top 5: Beliebteste Fotos diesen Monat

1. Reiko

2. Das Mädchen und die Metropole

3. Meine Retter mit dem roten Auto

4. Japanische Mädchen beim Matsuri in Roppongi (immer wieder…..)

5. Meditation in Oshima

Top 5 meiner Lieblingsblogs

Eine Top 5 Liste pro Statistik-Sammlung ist immer einzigartig, ich versuch da jedesmal etwas Neues oder absurdes, kurzweiliges reinzunehmen. Heute mal eine kleine Liste meiner Lieblingsblogs, die ich teilweise täglich aufsuche:

1. Nerdcore
„This blog is about very cool stuff. und so“ – das sagt es eigentlich auch. Ziemlich viel abgefahrenes Zeug aus den Weiten des Webs und sehr sympathisch geschrieben vorgestellt. Oft sind auch Sachen aus Japan dabei, was am manchmal hohen Absurditätsfaktor dieses Land liegen mag 😉

2. Bildblog
Für mich als angehenden Journalisten ist es sehr spannend Bildblog zu lesen. Nicht nur werden dort die großen Lügen und Medienbetrügerein aufgedeckt und recherchiert, es zeigt mir viel mehr wie guter Journalismus funktionieren sollte, und nicht alles für wahr zu halten ist, nur weil es auf schwarz auf weiss irgendwo steht. Es zeigt auch, wie die Medienlandschaft Deutschland funktioniert. Mit der neuen Ergänzung von der Rubrik „6 vor 9“ gibt es auch jeden Tag eine Auswahl an guten und kritischen Artikeln, Gedanken und Meinungen. Wirklich sehr lesenswert.

3. Tabibito.de / Blogs zu Japan
Das ist eine Blogsammlung mit deutschsprachigen Blogs aus oder über Japan. Es sind zwar nicht alle Blogs drin, aber dennoch viele. Einige sind dabei privater Natur, bieten aber in der Gesamtheit einen interessanten und umfassenden Überblick über Japan.

4. Clients from hell
Ich als kreativer Dienstleister bin oft der Willkür meiner Klienten ausgeliefert. Nungut, ich persönlich hatte bis auf eine große Sache, wo bis heute nicht für die Fotos gezahlt wurde, keine schlechten Klienten. Ich kenn aber aber genug Fotografen/Designer/freie Journalisten, bei denen es anders ausschaut. Wir leben in Zeit, in der es mehr Freie als feste Redakteure gibt – und das ist den Redaktionen auch bewusst. Gibt es einen Fotografen oder Journalisten, der nicht für den veranschlagten Preis arbeiten möchte, so stehen schon mehrere andere in der Schlange und warten drauf. Das hat zur Folge, dass die Preise für Freie in Deutschland momentan absolut im Keller sind. Ich merk es, wenn ich Sachen für deutsche Medien mache: Eine vergleichbare Arbeit für Klienten hier bringt mir mindestens das Doppelte, wenn nicht mehr.
Clients from Hell ist eine schöne Sammlung von eben solchen dreisten Anekdoten von kreativen Dienstleistern. Es ist auch eine Art Selbsthilfegruppe, die uns allen beweist, dass wir uns diesen Scheiss nicht gefallen lassen müssen, sondern auch einfach mal „nein“ sagen können. Denn wenn keiner sich auf deren Spielchen einlässt, können sie es auch nicht weiterspielen.

5. Tokyobling’s Blog
Ein Fotoblog von einem professionellen (?) Fotografen in Tokyo. So ganz genau weiss man es nicht, er hält sich da immer recht bedeckt, was Privates angeht. Ich unterhalte mich ab und an mit ihm, und er schaut auch manchmal hier rein, da er Deutsch lesen kann. Es gibt viele schöne Bilder und recht regelmäßige Updates.

Fritzes persönliche Top 5 für diesen Monat

hui… schwierig… hm…

1. Meine Reise nach Nord-Honshu und Hokkaido
2. Massig Schnee ebenda
3. Geburtstag mit Maultrommel-Solo
4. Interview mit Dr. Nakamats
5. Die Erkenntnis, dass jeder Japaner, dem ich von dem Interview mit Dr. Nakamats erzähle, Dr. Nakamats kennt und begeistert ist.

Fritzes persönliche Flop 5:

1. Meine derzeitige, ungewisse Zukunft in Japan
2. Meine derzeitige, ungewisse Zukunft in Japan
3. Meine derzeitige, ungewisse Zukunft in Japan
4. Die Comiket, die von einem Event für junge Künstler mehr zu einem Verkaufsraum für die großen Firmen geworden ist
5. Mein Mitbewohner, der sich, natürlich ohne mich vorher zu fragen, zwei Gäste geladen hat, die seitdem das Wohnzimmer/Küche blockieren und jeden Tag bis spät in die Nacht laute Musik dröhnen lassen, ungefragt in mein Zimmer kommen und mich beim Arbeiten stören. Das mag für die hier Urlaub sein, ich muss schauen wie ich die nächste Miete zusammenkriege -.-

Fazit: Ich hatte über Weihnachten ein paar Redaktionen angeschrieben und Themen vorgeschlagen. Von deren Reaktionen, die ich vom 28.-30.12. erwartet hatte, wollte ich meine Entscheidung abhängig machen, ob ich in Japan noch eine Perspektive sehe und hierbleibe, oder ob ich wieder zurück nach Berlin gehe.
Nun, eine Reaktion blieb aus.
Dennoch…
Ich habe mich noch nicht komplett entschieden, aber momentan tendiere ich zu Japan, aber auf Dauer nicht mehr zum teuren Tokyo. Ich würde gerne nach Kyushu ziehen, und hätte da schon ein paar Möglichkeiten. Doch vorher gibt es noch viel in Tokyo zu erleben und zu tun.

Ansonsten bin ich etwas frustriert. Zum einen wurde der Fujiya-Beitrag in der Metropolis gekürzt und geändert, weil ihnen die Bilder nicht passten. Das wäre somit auch der erste Auftraggeber, der unzufrieden mit meiner Arbeit ist, was mich anfänglich etwas runtergezogen hat. Es lag jedoch nicht unbedingt an einer mangelnden Qualität, eher eine gewisse Erwartungshaltung, die sie an die Bilder hatten und ich nicht erfüllt hatte (von Motivwahl usw.). Allerdings haben sie mir diese Erwartungen vorher auch nicht mitgeteilt, sodass ich sie nicht wissen konnte. Naja, das Fujiya und ich sind ziemlich enttäuscht, wie das alles lief. Hier ist übrigens der Artikel online (mit falscher Foto-Urheberangabe, aber mir ist das ziemlich egal mittlerweile).

So, nu erstmal Silvester, dann Neujahr und dann… mal schauen was das Jahr so bringt. Bisher war es eigentlich recht cool, wenngleich auch nicht immer leicht. Aber es ist 2010 und ich bin in Tokyo. Gute Vorraussetzung Großartiges zu machen.

Frohes Neues!!

Ein Bächlein voll TokyoFotoSushi im November

Posted in Gedanken, Top Listen by fritz on 30. November 2009

Der November ist rum. Anfang November sagte ich mir, dass ich am Ende des Monats entscheiden kann, wie lange ich noch in diesem Land bleiben werde.

Der November ist rum und ich kann – und will das gar nicht entscheiden.
Ich muss umziehen, weiss nicht wohin oder wie ich es finanzieren soll. Ein regelmäßiges, sicheres Einkommen ist momentan nicht ersichtlich.

Aber der November ist rum, und viel ist passiert. Vieles, was mich dazu bringt, noch länger hierbleiben zu wollen. Doch wenn ich pleite bin, gehts heim.

Naja egal, hier nun die Statistiken für November:

Die Top5-Listen der Blogstatistiken für November

Diesen Monat waren es wieder etwas mehr Leser, als noch im Monat zuvor. Der Tangerine Dream Bonus ist nun komplett weg, trotzdem gibt es mehr Leser (ich vermute das liegt an den vielen hübschen japanischen Mädchen in diesem Monat….)

Top 5: Artikel und Seiten (nach Klicks)


1. fritze’s Kunst-Bart
2. Japanische Mädchen in deutschen Shirts
3. Japanische Nazis und andere Idioten
4. Die Untergrund-Zitadelle von Tokyo
5. In der Höhle eines Otaku

Top 5: Wo kamen die Leute her?

1. tabibito.de
2. jugendfotos.de
3. fotoholiker.com
4. Homepage vom Künstler Takao Sakai
5. blueschi73.com

Top 5: Welche Begriffe wurden bei Google gesucht und führten zum Blog?

1. „japanische mädchen“ (was auch sonst….)
2. „tokyo foto sushi“
3. „foto sushi tokyo“
4. „büstenhalter“
5. „japanerin anmachen“

(und nochmal: ich denk mir diese Statistiken nicht aus….)

Top 5: Beliebteste Fotos diesen Monat

1. Das Mädchen und die Metropole

2. Untergrund-Zitadelle von Tokyo – horizontal

3. Vollmond über Shinjuku

4. Japanische Mädchen beim Matsuri in Roppongi

5. Die Untergrund-Zitadelle von Tokyo – vertikal

Top 5 der Sachen, die meine Leser vorher nicht wussten:

1. Dass jedes Jahr in der Yamanote Line eine Party stattfindet und es dieses Jahr heftige Proteste gab.
2. Was „meishi“ sind.
3. Dass es nördlich von Tokyo riesige Hallen zur Wasserstauung gibt.
4. Dass es hier eine Firma gibt, die deutsche Wörter auf Shirts druckt.
5. Was Idols sind.

uuuund

Fritzes persönliche Top 5 für diesen Monat

1. Endlich eine Matratze gefunden – kostenlos!
2. Viele hübsche Mädchen fotografiert
3. Aufgrund eines Blog-Eintrags hat mich eine deutsche Zeitung um einen Artikel gebeten
4. Viel mehr Redaktionen wissen nun, dass ich in Tokyo bin und sind an Beiträgen interessiert.
5. Einen modernen Buddhistischen Tempel besucht

(und eigentlich noch
6. einen Berg bestiegen und danach in einem Onsen entspannt.
7. Beim Gaijins Photographers Club viele erfahrene Fotografen kennengelernt, mit ihnen geredet und Bilder angeschaut.
8. neues Fahrrad besorgt
9. ein Artikel über mich auf fotoholiker.com
10. Mit einem Foto auf der Startseite von redbubble.com
11. Besuch aus Berlin bekommen, der eine Berliner Zeitung mitbrachte, meinen alten Arbeitgeber.

Fritzes persönliche Flop 5:

1. Ich muss umziehen und weiss nicht wohin und kann es mir nicht leisten.
2. kaum Geld verdient diesen Monat
3. Ich hab meine suica verloren
4. Beim PlusPunk-Kultur mit dem Bildband veloren 😦
5. Gewicht zugelegt.

Fazit: Auch wenn mich momentan der Herbst-Blues packt, so zeigt mir die Liste doch eindeutig, dass mehr coole Sachen als schlechte in diesem Monat passiert sind. Ich blicke ungewiss, aber optimistisch in die Zukunft. Für diesen Monat stehen einige Sachen an, zum Beispiel eine Reise nach Hokkaido, auf die ich mich sehr freue. Ebenso auch ein Interview mit einem Japaner, den bisher noch kein deutsches Medium interviewte. Im Dezember hab ich auch Geburtstag – ein Tag an dem ich meist nachdenklich mein bisheriges Leben resümiere. Mal schauen zu welchen Fazit ich dann komme…

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